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Der Schlussverkauf hat schon begonnen. Männer müssen ab 2012 mit höheren Beiträgen das höhere Risiko der Frauen quersubventionieren!
Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 1. März 2011 müssen auch in der privaten Pflegeversicherung spätestens bis spätestens zum 21.12. 2012 Unisex-Tarife angeboten werden.
Was ist von den neuen Unisex Tarifen zu erwarten:
Für Männer wird es erheblich teurer (20 - 30%)eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.
Für Frauen wird es zwischen 20 und 25% günstiger!
Der Unisextarif wird stark „frauenlastig" werden!
Auch bereits versicherten weiblichen Altkunden muss dieser geschlechtsneutrale Tarif angeboten werden.
Was soll man Frauen empfehlen? Wir bieten bereits den Unisextarif an, der vom Preis wesentlich günstiger ist.
Pressemeldungen
Der erste Pflegezusatzversicherung Unisextarif  ist auf dem Markt und wird von der Deutschen Familienversicherung  angeboten! (Unisex Tarif PZV)
06.01. 2012 Unisex-Tarife: Altverträge müssen nicht auf Unisextarif umgestellt werden.
27.01.2012 Unisex: Anpassung der Altverträge wäre verfassungswidrig
Diskriminieren Unisextarife Männer?
Aus Wikipedia zum Thema:
Das Geschlecht spielt Tarifkriterium eine wichtige Rolle, da die Lebenserwartungen der Geschlechter teilweise stark voneinander abweichen (Frauen haben zum Beispiel in Deutschland eine um ca. fünf Jahre längere Lebenserwartung als Männer). Bei einem Unisex-Tarif erhalten bei ansonsten gleichen Voraussetzungen Männer und Frauen für den gleichen Beitrag gleiche Leistungen.
In jedem Fall ist bei einem Unisex-Tarif die Leistung jedes Geschlechtes systematisch ungleich der Leistungssumme an das gleiche Geschlecht. Es erfolgt ökonomisch eine Quersubventionierung des einen Geschlechtes an das andere. Empfänger ist jeweils das Geschlecht mit dem höheren Risiko..
Als primäre Wirkung steigen die Versicherungsprämien für das risikoärmere Geschlecht und sinken für das riskoreichere. Daneben besteht die Gefahr, dass es zu adverser Selektion kommt: Durch die höheren Beiträge sinkt die Bereitschaft des risikoärmeren Geschlechtes, die Versicherung abzuschliessen und umgekehrt steigt sie für das risikoreichere Geschlecht. Dadurch verschlechtert sich insgesamt das Risiko der Versicherung
und zwingt zu einer zusätzlichen Erhöhung der Versicherungsprämien. Im Extremfall würde die Versicherung für das risikoärmere Geschlecht so unattraktiv, dass lediglich das riskoreichere Geschlecht die Versicherung nachfragt (und die Prämienhöhe dann die Höhe erreicht, die es für diese Gruppe bereits vorher hatte).
Diskutiert werden auch mögliche Ausweichstrategien der Versicherer. Es entsteht ein Anreiz für den Versicherer, bei der Werbung und Kundenansprache sich auf das risikoärmere Geschlecht zu konzentrieren, da hier bei gleichen Prämien eine Reduzierung des Portfoliorisikos entsteht. Insbesondere im Bereich der Krankenversicherung, aber auch der Lebens- und Rentenversicherung besteht die Möglichkeit, dass der Versicherer individuelle Risikoprämien oder die Ablehnung von Versicherungsanträgen von Angehörigen des risikoreicheren Geschlechtes nutzt, um seine Risiken zu reduzieren.
Pflegereform
Bahr und Riester sollen Zweckehe eingehen 
Politik
Die Pläne für eine eigenständige Bahr-Pflege nach Vorbild der Riester-Rente sind nun offenbar vom Tisch. Wie die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, sehen die aktuellen Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums vor, statt dessen die staatlich geförderte Riester-Rente um eine Pflegekomponente zu erweitern. Der zusätzliche Pflegeschutz wäre dann nur in Kombination mit einem Riestervertrag abzuschließen.
Die Pläne für eine eigenständige Bahr-Pflege nach Vorbild der Riester-Rente sind nun offenbar vom Tisch. Wie die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, sehen die aktuellen Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums vor, statt dessen die staatlich geförderte Riester-Rente um eine Pflegekomponente zu erweitern. Der zusätzliche Pflegeschutz wäre dann nur in Kombination mit einem Riestervertrag abzuschließen.
Nach Informationen des Frankfurter Blattes sollen Riester-Sparer zukünftig für den Pflegefall eine Zusatzvereinbarung abschließen können. Hierfür ist eine Aufstockung der staatlichen Riester-Förderung in Form von Zuschüssen und Steuervorteilen vorgesehen. Im Gegensatz zur Riester-Altersvorsorge soll das angesparte Pflegegeld jedoch erst ausgezahlt werden, wenn der Versicherte ein Pflegefall wird. Die Höhe des ausgezahlten Geldes richtet sich nach der Pflegestufe des Hilfsbedürftigen, wobei das Geld dann frei verwendet werden kann. Es handelt sich also um eine Art Zusatzrente für den Fall der Pflegebedürftigkeit
Abkehr von bisherigen Plänen
Mit diesem Modell rückt das Gesundheitsministerium von dem bisherigen Vorhaben ab, eine eigenständige private und kapitalgedeckte Säule der Pflegeversicherung durch steuerliche Anreize zu fördern. Ursprünglich war angedacht, dass die gesetzliche Pflegeversicherung um eine sogenannte „Bahr-Rente" erweitert wird. Diese Policen sollten zunächst unabhängig von Riester-Verträgen abschließbar sein.
Experten bemängelten jedoch an dem ursprünglichen Modell, dass einem geringen Sparbetrag enorme Bürokratie- und Verwaltungskosten gegenüberstehen würden. Die nun angedachte Kopplung an Riester-Verträge erlaubt es hingegen, die bereits bestehende Infrastruktur der Riestervorsorge auch für die Ansparung eines Pflegekapitalstocks zu nutzen. Damit könnten Verwaltungskosten reduziert werden.
Bundesfinanzministerium bevorzugt Förderung der privaten Pflegezusatzversicherung
Auf wenig Gegenliebe stieß Daniel Bahrs neues Modell jedoch beim Finanzministerium. Nach FR-Informationen hat sich die Arbeitsebene des Ministeriums gegen eine Aufstockung der Riester-Rente ausgesprochen. Stattdessen soll der Abschluss privater Pflegezusatzversicherungen gefördert werden, wobei sowohl über Zulagen als auch steuerliche Vorteile in Form eines Sonderausgabenabzuges nachgedacht wird. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat hierzu noch keine Stellung bezogen.
Es ist jedoch zu erwarten, dass die Vorschläge beider Ministerien für heftige Diskussionen sorgen werden. Das Modell des Gesundheitsministeriums würde vor allem Geringverdiener belasten - diese müssten für zusätzliche Pflegeleistungen einen extra Riestervertrag abschließen, obwohl sie im Alter kaum davon profitieren können. Dem entgegen bedeutet eine Förderung von Pflegezusatzpolicen nach den Plänen des Finanzministeriums, dass nur ein Teil der Bevölkerung in den Genuss einer zusätzlichen Pflegevorsorge kommt. Denn Menschen mit Vorerkrankungen und Risikoberufen können eine solche private Pflegepolice in der Regel gar nicht oder nur gehen einen hohen Aufpreis abschließen. Es sind also weitere Diskussionen zu erwarten - eine ausgereifte Lösung für die Pflegevorsorge existiert bisher noch nicht.
Auswirkungen

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