Welche Leistungen erbringt die deutsche gesetzliche Pflegeversicherung in Spanien bzw. im europäischen Ausland?
Kann ich mich noch privat mit einer deutschen Pflegezusatzversicherung absichern:
Ja, dies ist möglich bei deutschem Konto: Klicken Sie hier Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen

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Wie beantragt man als Mallorca-Deutscher in Spanien Pflegegeld?

Kann ich als Altersresident in Spanien deutsches Pflegegeld erhalten?

Ja! Altersrentner haben in der Regel die Wartezeit von fünf Jahren in Deutschland erfüllt und erhalten daher das ungekürzte Pflegegeld der Stufen I (215 Euro), II (420 Euro) und III (675 Euro), wenn sie in Deutschland pflegeversichert sind. Die Pflegebedürftigkeit wird durch den Träger der deutschen Pflegeversicherung festgestellt. Er beauftragt dazu ortsansässige Ärzte mit der Begutachtung oder entsendet eigene Ärzte. Das Pflegegeld wird sowohl bei vorübergehendem als auch bei dauerhaftem Aufenthalt in Spanien gezahlt. Familienangehörige sind - wie in der Krankenversicherung - mitversichert.

Erhalte ich auch Sachleistungen und Hilfsmittel aus Deutschland?

Sachleistungen, also etwa Betreuung in Pflegeeinrichtungen, können ihrer Natur nach nicht nach Spanien exportiert werden. Sie sind auf die deutschen Verhältnisse zugeschnitten. Deutsche soziale Dienste können nicht in Spanien Betreuungsaufgaben wahrnehmen. Auch Hilfsmittel, wie zum Beispiel ein Rollstuhl, werden nicht nach Spanien geleistet.

Erhalte ich auch Leistungen der künftigen spanischen Pflegeversicherung?
Die in dem neuen Gesetz, das zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, vorgesehenen Sachleistungen werden die deutschen Altersresidenten ebenso in Anspruch nehmen können wie Spanier. Voraussetzung ist ein gewöhnlicher Aufenthalt in Spanien seit mindestens fünf Jahren. Wenn Sie spanische Sachleistungen in Anspruch nehmen, kann es sein, dass Sie das deutsche Pflegegeld nicht mehr beanspruchen können. Das ist im Einzelfall mit Ihrer Pflegekasse in Deutschland zu klären. Die spanischen Geldleistungen der Pflegeversicherung werden aber nach den EU-Regeln nicht an die deutschen Altersresidenten gezahlt. Bei den Sachleistungen (Pflegedienste) gibt es enge Einkommensgrenzen. Hier gibt es aber noch viele Unklarheiten. In aller Regel werden die spanischen Leistungen für deutsche Rentner kaum in Betracht kommen.

Gibt es in Spanien ambulante Pflegedienste?
Pflegedienste werden gegenwärtig in Spanien erst aufgebaut. Überwiegend werden Pflegebedürftige in Spanien noch von der Familie betreut. Einige Gemeinden in Touristenzentren bieten soziale Dienste an. Fragen Sie daher bei Ihrer Gemeinde nach.

Wo kann ich mich in deutscher Sprache informieren?

Zunächst bei Ihrer deutschen Kranken- und Pflegekasse. Diese kann Ihnen sagen, welche deutschen Ansprüche Sie geltend machen können, kennt aber in der Regel nicht die spanischen Leistungen und Angebote.

Deshalb hat die Deutsche Botschaft mit der privaten DKV Seguros Krankenversicherung ein Pilotprojekt gestartet, das ähnliche Aufgaben wie die deutsche Pflegeberatung in deutscher Sprache übernimmt.
Näheres finden Sie im Internet unter:
http://dkvseguros.com/contenido/no-se-han-encontrado-resultados. Allerdings läuft das Pilotprojekt zu Erprobung erst einmal nur im Raum Dénia an der Costa Blanca. Dort werden darüber hinaus auch soziale Dienste und Hilfen vermittelt.
Die kostenpflichtige Service-Nummer 807-31 71 51 ist aber von überall in Spanien schon heute zu erreichen.
Vom glücklichen Ruheständler zum Sozialfall

Viele deutsche Rentner kommen mit Wunschvorstellungen vom sorgenfreien Ruhestand nach Mallorca,haben aber nicht bedacht, wer sich in schlechteren Zeiten um sie kümmert.Bendgens


Die Aktenstapel auf seinem Tisch bereiten dem deutschen Konsul Wolfgang Wiesner Kopfzerbrechen. Hinter jeder Mappe mit Vermerken, Notizen und Formularen verbirgt sich das Schicksal eines Mallorca-Residenten, für den sich sonst keiner zuständig fühlt - soziale Notfälle, die zwischen nationalen Zuständigkeiten durchrutschen oder sich so zuspitzen, dass sie schließlich bei Wiesner auf dem Tisch landen.

Von Frank Feldmeier

Die zunehmende Zahl der Mallorca-Senioren in finanziellen und gesundheitlichen Nöten bereitet der deutschen Auslandsvertretung schon seit Längerem Sorgen. Der deutsche Konsul bekommt derzeit beispielsweise von Pflegeheimen zu hören: „Wenn Sie sich nicht um den Fall kümmern, laden wir die Patientin vor Ihrer Tür ab." Familienangehörige sind verschollen oder fühlen sich nicht zuständig, der spanische Staat auch nicht, die Betroffenen brauchen sofortige Hilfe. „Allein in den vergangenen zwei Wochen waren es vier sehr schwere Fälle", sagt Wiesner. „Und wir erfahren im Konsulat nur von der Spitze des Eisbergs."

Nun will der Konsul das Problem mit einer Doppelstrategie angehen. Strategie Nummer eins: Das Auswärtige Amt in Deutschland überzeugen, dass es Mittel bereit stellt. So könnte beispielsweise ein deutscher Sozialarbeiter eingestellt werden, der ältere oder verarmte Mallorca-Deutsche an die Hand nimmt. Dieser würde sie über ihre rechtlichen Möglichkeiten informieren, mit auf die Behörde gehen und Formulare ausfüllen. Wiesner hat damit gute Erfahrungen im Generalkonsulat in Amsterdam gemacht, wo er bis zum Sommer dieses Jahres tätig war: Dem Konsulat sei dadurch viel Arbeit abgenommen worden.

Der Konsul macht sich jedoch nicht allzu große Hoffnungen, dass Gelder bereit gestellt werden. Frühere Vorstöße des Konsulats in Palma scheiterten. Aber das Problem bestehe weiter und werde sich durch die demographische Entwicklung und die Preissteigerung auf Mallorca weiter verschärfen. „Ich gebe nicht auf", sagt Wiesner mehrmals und verweist darauf, dass in Amsterdam viele Initiativen erst nach vier Jahren - also in den letzten Wochen seiner Amtszeit - Früchte getragen hätten.
Für den Fall, dass die Bundesregierung keine Hilfe beisteuert, bereitet der Konsul eine zweite Strategie vor, die auf dem Europäischen Fürsorgeabkommen von 1953 basiert, das Spanien im Jahr 1982 ratifiziert hat. Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich darin, EU-Ausländern in gleicher Weise und unter den gleichen Bedingungen wie den eigenen Staatsangehörigen Fürsorgeleistungen zu gewähren, die in der jeweils geltenden Gesetzgebung vorgesehen sind. Wiesner will die zuständigen Stellen auf der Insel an das Abkommen erinnern. Bislang mangele es an der Kenntnis und Umsetzung des Fürsorgeabkommens. Auf dem Festland funktionierten die sozialen Institutionen zudem deutlich besser als auf Mallorca, meint Wiesner.

"Können nur helfen, wenn die Menschen hier gemeldet sind"

Ein noch viel größeres Problem: Das Fürsorgeabkommen greift nur dann, wenn sich Mallorca-Deutsche legal in Spanien aufhalten. Dazu gehört, sich spätestens nach drei Monaten nach dem Umzug auf die Insel bei seiner neuen Gemeinde anzumelden. Trotz der zahlreichen Appelle aber passiert das häufig nicht, sei es aus Unkenntnis oder Furcht vor dem Finanzamt. „Der rechtmäßige ­Aufenthalt ist der Knackpunkt", sagt Wiesner. „Wir können nur helfen, wenn die Menschen hier gemeldet sind." In drei von vier Problemfällen läge kein Nachweis für den rechtmäßigen Aufenthalt vor, und damit handle es sich nach Interpretation der spanischen Behörden formal um Touristen.

Der deutsche Staat wiederum springt nicht in die Bresche, solange die Betroffenen außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik wohnen. Bislang können Mallorca-Deutsche nur in bestimmten Fällen auf Hilfe aus der Heimat hoffen: So wird Pflegegeld zwar auch im Ausland ausgezahlt, wenn Ansprüche aus der deutschen Rentenkasse bestehen. Ein Pflegedienst auf Mallorca kann jedoch nicht durch die deutsche Pflegeversicherung übernommen werden. Auch Hilfsmittel wie Rollstühle werden nicht bezahlt. In Mallorcas einziger deutscher Seniorenresidenz, Es Castellot in Santa Ponça, wird privat abgerechnet.

Und auch bei der Sozialhilfe vom deutschen Staat sieht es schlecht aus seit dem Skandal um „Florida-Rolf" im Jahr 2003: Nachdem die „Bild-Zeitung" über einen „Sozialschmarotzer" in Miami berichtet hatte, der mit der „Stütze" ein Apartment in Strandnähe finanzierte, wurden die Richtlinien für Sozialhilfe innerhalb von Monaten verschärft.

Eine Rückkehr nach Deutschland aber haben nur wenige Mallorca-Rentner ins Auge gefasst: In einer Studie des Sozial­geographen Klaus Friedrich (s. li.) äußerten 78 Prozent der befragten deutschen Senioren auf Mallorca keine Rückkehrabsicht, 16 Prozent antworteten mit „vielleicht", konkrete Rückkehrpläne gaben nur sechs Prozent an. Und auch bei den nur saisonal auf Mallorca lebenden Rentnern und den über 70-Jährigen ist von Rückkehr ins kalte Deutschland nur bei einem Drittel die Rede.

Vom Traum des Lebensabends auf Mallorca nimmt niemand gerne Abschied. Wenn Konsul Wiesner Betroffenen diesen Vorschlag macht, stellt sich nicht nur das Problem der Umzugskosten. Die Antwort lautet oft: „Was soll ich noch in Deutschland?"

Fürsorge auf Antrag
Auf Hilfe angewiesen: Pflegestation der Residenz Es Castellot. Foto: Bendgens


Wie man als Rentner auf Mallorca finanzielle Leistungen aus der deutschen Pflegekasse beziehen kann -
Auch Ausländer profitieren von der spanischen Pflegeversicherung, die derzeit im Aufbau ist

Von Frank Feldmeier

Es ist alles eine Frage der Minuten. Um in die Pflegestufe I der deutschen Pflegeversicherung eingestuft zu werden, muss Dr. Petra Christ bei der Begutachtung eines Patienten auf mindestens 90 Minuten täglichen Pflegebedarf kommen - 45 Minuten davon im Bereich der Grundpflege. ýDa gibt es oft Missverständnisse", sagt die Ärztin: Wenn jemand nur Hilfe im Haushalt benötige, reiche das allein nicht aus für eine Eingruppierung in Stufe I.

Petra Christ ist eine von zwei Gutachterinnen auf Mallorca, die für den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) in Deutschland Patienten auf der Insel in Augenschein nehmen. Sie wird aktiv, wenn Betroffene den Antrag bei ihrer deutschen Krankenkasse gestellt haben. Nach der Begutachtung schickt Christ ihren Bericht nach Deutschland, das letzte Wort hat dann die Pflegekasse.

Neben der Minuten-Regelung müssen weitere Voraussetzungen erfüllt werden, um als Rentner auf Mallorca Geld aus der deutschen Pflegekasse zu erhalten. Es gilt der Grundsatz: Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung. So dürfen Antragsteller nur eine Rente der deutschen Rentenversicherung erhalten und in Spanien keinen eigenen Leistungsanspruch haben, etwa aufgrund einer Beschäftigung. Nur dann können Geldleistungen wie in Deutschland ausgezahlt werden.

Das deutsche Pflegegeld ist in drei Stufen gegliedert: 205 Euro (Stufe I), 410 Euro (Stufe II) und 665 Euro (Stufe III). Familienangehörige sind - wie in der Krankenversicherung - mitversichert.

Sachleistungen jedoch bleiben außen vor, da sie auf die deutschen Verhältnisse zugeschnitten sind. Von deutscher Seite werden auch kein Rollstuhl oder andere Hilfsmittel gestellt. Wer also auf Mallorca einen mobilen Pflegeservice beauftragt, kann ihn nicht über die deutsche Pflegekasse abrechnen.

Auch österreichische Rentner in Spanien haben laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs Anspruch auf Pflegegeld: Die Zahlung des in Österreich vorgesehenen Pflegegeldes darf nicht vom Wohnsitz in Österreich abhängig gemacht werden.

Zwar ist auch in Spanien eine Pflegeversicherung im Aufbau, das Gesetz (Ley de Dependencia) trat im Januar dieses Jahres in Kraft. Bislang könne aber nur Hilfe für schwere Fälle der Stufe III beantragt werden, sagt Rainer Fuchs, Sozialreferent in der Deutschen Botschaft in Madrid. Voraussetzung sei der Aufenthalt in Spanien seit mindestens fünf Jahren.

Wer Sachleistungen vom spanischen Staat in Anspruch nehme, erhalte jedoch nicht das deutsche Pflegegeld. Außerdem erhalten deutsche Pflegebedürftige keine spanischen Geldleistungen.

Bis zum Jahr 2015 soll die spanische Pflegeversicherung - die im Gegensatz zu Deutschland nicht über Beiträge, sondern über Steuern finanziert wird - vollständig aufgebaut sein und schrittweise auch die unteren Pflegestufen enthalten.

Zum Anspruch auf Pflegegeld aus Deutschland informiert die eigene Krankenkasse. Anträge zur spanischen Pflegeversicherung nimmt das balearische Institut für soziale Angelegenheiten entgegen:

Institut Balear d´Affers Socials
Avinguda d´Alemanya, 6
07003 Palma
Tel.: 971-17 70 00
Mo bis Fr von 9 bis 14 Uhr

Bewegter Markt: Mobile Pflegedienste

Bei den Anbietern herrscht ein reges Kommen und Gehen -
Deutscher Unternehmer will jetzt flächendeckenden Service aufbauen

Von Frank Feldmeier

Thomas Kaczmarek hat große Pläne: Der deutsche Unternehmer will einen mobilen Pflegeservice auf Mallorca aufbauen, der flächendeckend und rund um die Uhr alle bedürftigen deutschen Senioren auf der Insel versorgen kann. Die Vorbereitungen laufen seit Beginn des Jahres, so der Geschäftsführer von SenioSalud S.L., die ersten Mitarbeiter sollen im Januar mit der Planung und dem Aufbau des Services beginnen. Kaczmarek verweist auf 14 Jahre Erfahrung in Deutschland im Bereich von Entwicklung, Bau und Betrieb sozialer Einrichtungen und will nun von Mallorca aus den spanischen Markt bedienen. ýDer Bedarf ist so groß, dass spanische Pflegebetriebe angefragt haben, mit uns Joint-Ventures einzugehen", so Kaczmarek.

Der Markt der Pflegedienste auf Mallorca ist beständig in Bewegung: Neue Anbieter tauchen auf, andere verschwinden wieder. Zwar gibt es angesichts der großen Zahl der Rentner genügend Nachfrage. Doch oft fehlt das Geld, da die deutsche Pflegekasse keine Sachleistungen im Ausland vorsieht. Für Anbieter kommt erschwerend hinzu, dass die Patienten über die ganze Insel verstreut wohnen und lange Anfahrten für sie unrentabel sind. Pflegedienste müssen zudem Hürden zur behördlichen Genehmigung nehmen.

Darum kümmert sich im Fall von SenioSalud Rechtsanwalt Matthias Jahnel. Der neue Dienst müsse nicht nur angemeldet werden, benötigt werde auch der Nachweis bei der Zulassungsstelle etwa über die erforderliche Infrastruktur. Der Anwalt rechnet damit, dass in Kürze alle notwendigen Unterlagen vorliegen. ýWir hoffen auf die Unterstützung der Behörden, um den illegalen Anbietern das Wasser abzugraben", so Jahnel.

Denn ein Netz aus Pflegediensten, wie es in Deutschland besteht, muss auf der Insel erst noch aufgebaut werden. Bislang wurden viele Bedürftige von Angehörigen gepflegt, auch Einwanderinnen - besonders aus Süd-amerika - sind vielerorts beschäftigt. Ein Großteil der Pflege wird schwarz bezahlt. In die Versorgungslücke springen zudem auch ehrenamtliche Helfer wie etwa der Deutsche
Sozial-Kulturverein Calvià. Um einen Anbieter zu finden, empfiehlt Dr. Johannes Wiesholler vom Ärztehaus Palma, sich im Bekanntenkreis und bei Vereinen umzuhören.
Was viele Betroffene nicht wissen: Auch die mallorquinischen Gemeinden bieten soziale Hilfsleistungen an. ýDas größte Handicap der Rentner besteht aber darin, dass sie kein Spanisch sprechen und sich so nur schwerlich vor Ort informieren können", sagt Sabine Kohls, Sprecherin des Sozialverbands VdK Deutschland e.V. Viele pflegebedürftige Senioren kehren deswegen nach Deutschland zurück, sobald sie gebrechlich werden oder der Lebenspartner stirbt.

Die staatlichen Hilfen sind sehr viel besser geworden", sagt Sally Luxmoore, die den mobilen Pflegedienst ýAngels Nursing" betreibt. ýAber es ist noch Luft nach oben." So kämen von der öffentlichen Hand bezahlte Kräfte bislang im Höchstfall eine Stunde am Tag zu den Patienten nach Hause und zudem nur wochentags. Die Britin, die auch fünf deutsche Pflegekräfte beschäftigt, warnt zudem vor nicht qualifizierten Anbietern, auf die in der Not zurückgegriffen werde. ýIch könnte Ihnen da einige Horror-Geschichten erzählen."
Luxmoore beschäftigt derzeit 20 Pflegekräfte, die auf ganz Mallorca im Einsatz sind, hinzu kommen Aushilfskräfte. Betreut würden derzeit elf Patienten, darunter auch etliche Deutsche. Die Nachfrage sei enorm, doch oft fehle es an den erforderlichen finanziellen Mitteln bei den Betroffenen. Dieses Problem sieht auch Kaczmarek von SenioSalud. ýWir können hier nicht mit deutschen Preisen arbeiten", so der Unternehmer.

Der Markt der Pflegedienste werde sich durch den Aufbau der spanischen Pflegeversicherung grundlegend wandeln, so Fuchs von der Deutschen Botschaft. ýKünftig wird es leichter sein, Pflegeleistungen einzukaufen", sagt der Sozialreferent, ýund wegen der aufkommenden Konkurrenz werden dann auch die Preise fallen."

Deutscher Sozial-Kulturverein Calvià
C/. Huguet d´es Far, 20
07180 Santa Ponça
Tel: 971-69 05 54
Der Verein leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Beratung für Mitglieder (Jahresbeitrag 50 Euro) dienstags und donnerstags von 18 bis 21 Uhr.

Angels Nursing Agency
Tel.: 971-24 19 72, 619-07 01 00
sally.luxmoore@hotmail.com
www.angelsnursingagency.com

Mediterranean Quality Care Services
Tel.: 971-40 01 62, 608-09 72 62
www.med-care-mallorca.com

SenioSalud S.L. (im Aufbau)
C/. Hostales, 14
07002 Palma de Mallorca
Tel.: 971-49 58 01
info@seniosalud.eu
Pflege in Es Castellot
Es Castellot in Santa Ponça ist Mallorcas einzige deutsche Senioren-Residenz. Pflegeleistungen sind nicht nur in den Apartments möglich, sondern auch auf der inzwischen erweiterten Pflegestation. Den bestehenden zehn Plätzen seien sechs Pflege-Apartments angegliedert worden, sagt Uwe Daude, Leiter der Senioren-Residenz. Die Zahl der Pflegekräfte sei auf zehn aufgestockt worden, die Versorgung umfasse alle pflegerischen Leistungen. Die Plätze auf der fast komplett belegten Station stünden neben den Bewohnern auch externen Patienten offen. Abgerechnet wird ausschließlich privat.





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